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Seite anzeigenTony Hampson ist seit Juni 2025 neuer Managing Director von Leadec in UK. Im Interview berichtet er, wie er den Markt in Großbritannien bewertet, welche Herausforderungen und Chancen er sieht und was ihm in seiner neuen Rolle besonders wichtig ist. Tony, Sie sind seit Juni Geschäftsführer von Leadec UK. Welche Erfahrungen bringen Sie mit? I ch bin seit vielen Jahren in der Welt der Industriedienstleistungen unterwegs und habe Stationen in Großbritannien, Frankreich und dem Mittleren Osten durchlaufen – jeweils mit Fokus auf das Facility Management. Diese internationalen Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, die spezifischen Anforderungen von Kunden aus unterschiedlichen Kulturen und Branchen zu verstehen und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Wie beurteilen Sie den Markt für Industriedienstleistungen in Großbritannien aktuell? Der Markt ist in Bewegung. Nachhaltigkeit und Umweltthemen rücken immer stärker in den Fokus. Gleichzeitig wollen sich viele Unternehmen noch konsequenter auf ihr Kerngeschäft konzentrieren – und setzen dabei auf die Unterstützung von Dienstleistern wie Leadec. Hier kommt auch unser Ansatz des Integrierten Facility Managements ins Spiel, mit dem wir Dienstleistungen übergreifend bündeln. Besonders in der Automobilindustrie sehen wir große Umbrüche, unter anderem durch globale Rahmenbedingungen und veränderte Produktionsprozesse. Und wie fast überall ist auch hier der Fachkräftemangel eine große Herausforderung. Was ist Ihnen als neuer Geschäftsführer wichtig? Leadec hat unglaublich viel Know-how, das wir künftig noch stärker in andere Branchen einbringen wollen. Diversifikation steht weit oben auf unserer Agenda. Gleichzeitig wollen wir unser komplettes Leistungsspektrum rund um das Facility Management weiter ausbauen. Unser Vorteil: Wir sind nicht nur ein FM-Dienstleister, sondern echte Experten für Fabriken. Wo sehen Sie Entwicklungspotenzial für Leadec? Was unsere Services betrifft, definitiv bei den Green Factory Solutions. Da können wir viel bewegen, vom Energiemanagement bis zum Abfallmanagement. Hier bringen wir schon heute viel praktische Erfahrung mit. Gleichzeitig beobachten wir ein starkes Wachstum im E-Commerce. Das bedeutet für uns: Unsere Services in den Bereichen Logistik und Lagerhaltung gezielt zu platzieren. Auch Automation und Elektroinstallation gewinnen an Bedeutung. Hier setzen wir stark auf die Expertise unserer Tochtergesellschaft Elmleigh. Natürlich bleibt die Automobilbranche für uns zentral, aber wir können und wollen deutlich mehr zeigen. Welche Pläne haben Sie für Leadec UK in den kommenden Monaten? Wir wollen unseren Vertrieb stärken und gezielt neue Branchen ansprechen. Gleichzeitig liegt unser Fokus weiterhin auf Services für die Fertigungsindustrie – denn damit kennen wir uns aus. Ein weiteres zentrales Thema ist die Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden: Wir investieren in ihre Qualifikation und Weiterbildung, um die nächste Generation von Facility-Management-Expertinnen und -Experten aufzubauen. Denn das ist die Grundlage für unseren langfristigen Erfolg. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: Sie haben Interesse an unseren Dienstleistungen? Senden Sie uns eine Nachricht. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. *Pflichtfeld
Seite anzeigenKatarína Vrabcová ist seit Anfang 2025 Geschäftsführerin von Leadec in der Slowakei und hat viel vor: Leadec stärker in neuen Branchen positionieren, den Vertrieb ausbauen und das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber weiterentwickeln. Im Interview gibt sie einen persönlichen Einblick in ihre Pläne. Katarína, Sie sind seit Kurzem bei Leadec in der Slowakei an Bord. Was sollten wir über Sie wissen? Ich habe in den letzten 20 Jahren viele verschiedene B2B-Bereiche kennengelernt, Vertrieb, Finance, Logistik, Einkauf, Marketing und natürlich Facility Management. Gerade im Integrated Facility Management habe ich viel Erfahrung gesammelt. Ich war in internationalen Konzernen unterwegs, habe mit Teams in mehreren Ländern gearbeitet, aber gleichzeitig auch immer den slowakischen Markt gut im Blick gehabt. Diese Mischung aus globaler Perspektive und lokalem Know-how hilft mir jetzt sehr bei Leadec. Katarína Vrabcová, Geschäftsführerin von Leadec in der Slowakei Wie erleben Sie den slowakischen Markt: eher herausfordernd oder voller Chancen? Ganz klar: beides. Die Industrie hier ist sehr stark auf die Automobilbranche ausgerichtet. Das hat der Wirtschaft lange Zeit gutgetan, bringt aber aktuell auch Probleme mit sich. Viele Hersteller sind noch auf Verbrennungsmotoren spezialisiert, doch die Nachfrage sinkt und neue Aufträge bleiben aus. Dazu kommt der Fachkräftemangel – gerade junge Talente schauen sich eher im Ausland um, weil sie hier keine langfristige Perspektive sehen. Aber es gibt auch richtig gute Signale: Neue Produktionen für Elektrofahrzeuge entstehen, viele Unternehmen haben begonnen, sich stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen, was echte Chancen für die Region bietet und für Dienstleister wie uns ist, die ganz nah an der Produktion arbeiten. Wo sehen Sie denn konkret Potenzial für Leadec in der Slowakei? Die Automobilindustrie bleibt für uns wichtig, aber wir wollen unser Angebot breiter aufstellen. Besonders spannend ist die Lebensmittelbranche. Dort passiert gerade viel, zum Beispiel bei der Produktion gesunder Lebensmittel und mit unserer technischen Expertise können wir dort echte Unterstützung leisten. Leadec hat in der Slowakei ein breites Portfolio, das vom Facility Management über Logistik bis hin zu Automatisierungslösungen reicht. Das möchte ich stärker sichtbar machen und gezielter in neue Branchen tragen. Was haben Sie sich für die nächsten Monate vorgenommen? Der Fokus liegt ganz klar auf dem Vertrieb. Neue Kunden gewinnen, unsere Stärken klar kommunizieren und auch intern unsere Zusammenarbeit weiter ausbauen. Innerhalb der Leadec-Gruppe gibt es so viel Know-how, das wir noch besser teilen und nutzen können, gerade wenn es um größere Ausschreibungen geht. Meine zweite Priorität ist, dass wir auch als Arbeitgeber noch attraktiver werden. Ein modernes, offenes Arbeitsumfeld ist mir wichtig. Wir haben zum Beispiel ein hundefreundliches Büro. Das klingt vielleicht nebensächlich, aber solche kleinen Dinge zeigen, dass wir auf unsere Mitarbeitenden achten. Wer sich im Job wohlfühlt, leistet auch mehr – davon profitieren am Ende alle. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: Sie haben Interesse an unseren Dienstleistungen? Senden Sie uns eine Nachricht. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. *Pflichtfeld
Seite anzeigen„Die Produktion von einer Million Rädern ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Partnerschaft mit MAN Trucks Krakau. Durch unsere enge Zusammenarbeit in den Bereichen Betrieb, Qualität und Logistik können wir die hohen Anforderungen von MAN erfüllen und gewährleisten jeden Tag Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Lieferungen. Ich danke dem gesamten Leadec-Team für sein außerordentliches Engagement und seine hervorragende Leistung“, sagt Przemysław Pendrowski, Geschäftsführer von Leadec Polen. Im MAN-Werk in Niepołomice werden jährlich mehrere Zehntausend hochwertige MAN-Fahrzeuge hergestellt. Das Werk produziert moderne Lkw der Baureihen TGS/X und TGM sowie TGL, die in verschiedenen Konfigurationen als 2-, 3-, 4- und 5-Achs-Fahrzeuge montiert werden. Täglich rollen mehr als 220 Lkw vom Band. Die Räder werden in einem 24-Stunden-System im Leadec-Montagewerk im nahe gelegenen Kokotów montiert. Dort fertigt ein engagiertes Team von 90 Mitarbeitenden täglich 1.700 Räder. Der Produktionsprozess folgt dem präzisen Ablaufsystem von MAN, mit einem 24-Stunden-Puffer. Sechs Lkw liefern die fertig montierten Räder täglich an das Werk, wo sie sofort in die Produktion einfließen. Hohe Qualität und Variabilität Aufgrund der hohen Variabilität und des Fokus auf Qualität wurde das Projekt seit seinem Start im August 2022 kontinuierlich weiterentwickelt. Softwaretools spielen eine wichtige Rolle bei der Lieferverfolgung, der Lagerverwaltung, der Produktionsplanung und dem Versand im Just-in-Sequence-Modell (JIS). Der nächste Schritt nach der Sommerpause im August 2025 wird der Start des Radtransports mit einem eTruck zwischen dem Werk und der Montagehalle sein. Standard-Anhänger werden auf den Mega-Standard aufgerüstet. Leadec ist seit 1998 in Polen tätig. Das Unternehmen verfügt über Standorte in Gliwice, Polkowice und Posen, die meisten Mitarbeitenden sind jedoch direkt bei den Kunden im Einsatz. Neben dem Rad- und Reifenservice bietet Leadec Automatisierungslösungen, Installationen, Produktionsinstandhaltung, technisches Facility Management und industrielle Reinigung. Das Unternehmen ist zwar stark in der Automobilbranche vertreten, verfügt jedoch auch über Know-how in anderen Branchen wie Fertigung, Luft- und Raumfahrt sowie Lebensmittelproduktion.
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Seite anzeigenDas Leadec-Team in Ungarn freut sich auf die dritte Lernwoche. Wissen, das Leadec-Kunden voranbringt Neue Perspektiven, frische Ideen, konkrete Lösungen: In der Leadec Lernwoche 2025 haben über 1.300 Mitarbeitende weltweit ihr Wissen erweitert. Immer mit dem Ziel, den Arbeitsalltag zu verbessern und Kundenprojekte erfolgreicher zu machen. Montagmorgen, neun Uhr: In Europa startet ein Workshop zum Thema Automatisierung, während in Asien Kolleginnen und Kollegen bereits einer Session rund um Digital Skills lauschen. Und nur wenige Stunden später schalten sich Teams aus den USA in einen Strategy Talk mit dem Topmanagement dazu. Fünf Tage lang war die Lernwelt von Leadec global vernetzt über Länder, Zeitzonen und Sprachen hinweg. Globale Weiterbildung mit Mehrwert für Kunden Über 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die 61 Trainings, Workshops und Austauschformate, die praxisnahes Wissen in den Bereichen Digital Skills, People Skills sowie Strategie & Kundenorientierung vermittelten. Das Ziel: Kompetenzen zu stärken, die in Kundenprojekten unmittelbar Wirkung zeigen, von effizienteren Prozessen bis hin zu innovativen Services. Praxisnah und zukunftsorientiert Von KI-gestützten Serviceangeboten über Automatisierungslösungen mit Power Automate bis hin zu Einblicken in die Unternehmensstrategie: Das Programm bot Wissen aus erster Hand. Interne Expertinnen und Experten teilten Erfahrungen direkt aus der Praxis und gaben Impulse, die unmittelbar im Arbeitsalltag angewendet werden können. Nachhaltige Kompetenzentwicklung Die Lernwoche ist Teil einer kontinuierlichen Lernkultur. Über den Leadec Campus stehen Mitarbeitenden das ganze Jahr über aktuelle Weiterbildungsangebote zur Verfügung. So bleiben die Leadec-Teams fachlich und methodisch stets auf dem neuesten Stand und sichern Kunden einen klaren Wettbewerbsvorteil. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
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Seite anzeigenÜber 430 Leadec-Mitarbeitende aus neun Ländern engagierten sich während der World Cleanup Week 2025. Zum dritten Mal in Folge säuberten sie Wälder, Parks, Schulhöfe, Tempelanlagen und öffentliche Plätze und sammelten dabei alles von Papier, Plastik und Flaschen bis hin zu größeren Gegenständen wie Reifen und Kleidung. Aber es wurde nicht nur Müll gesammelt: Unsere Teams haben außerdem Bäume gepflanzt, Vorträge an einer Schule gehalten und lokale Nachhaltigkeitsprojekte unterstützt – und so einen positiven Beitrag in ihren Gemeinden geleistet. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
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Seite anzeigenDer Mann, der die Fabriken der Autoindustrie am Laufen hält Markus Glaser-Gallion fährt privat lieber Fahrrad als Auto. Dabei steuert er einen der wichtigen Industriedienstleister der Automobilbranche. Markus Glaser-Gallion fährt jeden Tag mit dem Fahrrad ins Büro. Der 62 Jahre alte Vorsitzende der Geschäftsführung des in Stuttgart ansässigen Industriedienstleisters Leadec ist selten mit dem Auto unterwegs. Dabei läuft ohne die Unterstützung des schwäbischen Konzerns in der globalen Automobilindustrie wenig - denn das Unternehmen hilft den Herstellern unter anderem bei der Wartung und Reinigung von Maschinen und Produktionsanlagen, bei der innerbetrieblichen Logistik und Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden. "Alle klassischen europäischen Premiumhersteller sind unsere Kunden", sagt Glaser-Gallion und zählt ein paar Namen auf. Er nennt Mercedes-Benz und BMW als Beispiele und im Nutzfahrzeugbereich Daimler Truck, Scania oder Traton. In seiner Familie muss sich der Diplom-Kaufmann, der im westfälischen Münster studiert hat, rechtzeitig zu Wort melden, wenn er das Auto braucht. Die aktuelle Diskussion um das geplante Aus für den Verbrenner in der Europäischen Union von 2035 an trifft das Unternehmen erst einmal nicht. Man sei nicht von der Technologie der Autos abhängig. "Für uns ist nur wichtig, dass Auto gefahren wird." Täglich werden von den Schwaben mit ihren rund 23.000 Beschäftigten 900 Fabriken betreut. Davon sind knapp die Hälfte Werke von Automobil- und Nutzfahrzeugherstellern sowie Zulieferern. “Unser Fokus liegt immer auf den Fertigungsprozessen, nicht auf dem Produkt.” Die Aufgaben von Leadec für die Kunden sind sehr unterschiedlich. So ist das Unternehmen für eine Mercedes-Tochtergesellschaft in Arnstadt, die dort Kurbelgehäuse für besonders leistungsstarke Motoren veredelt, als technischer Dienstleister tätig. Die hochkomplexen Produktionsanlagen umfassen unterschiedlichste Anlagentechnik wie Bearbeitungszentren, Robotertechnik oder Lichtbogendrahtspritzanlagen. Als herstellerunabhängiger Dienstleister übernehmen die Stuttgarter dort mit 50 Beschäftigten unter anderem die Produktionsinstandhaltung, Automatisierung und technische Reinigung sämtlicher Anlagen oder auch Leistungen in der innerbetrieblichen Logistik, wie Glaser-Gallion erläutert. Markus Glaser-Gallion ist seit 2017 CEO der Leadec-Gruppe, davor war er Vorsitzender der Geschäftsführung von Voith Industrial Services. Das Unternehmen ist die einstige Industriedienstleistungssparte von Voith, die inzwischen zu rund 90 Prozent dem Finanzinvestor Triton gehört und zu rund zehn Prozent dem Management. Glaser-Gallion ist von Anfang an mit dabei. Er prägt das Unternehmen seit Jahren und war schon bei Voith mit an Bord. "Einen eigenständigen Service-Champion aufzubauen ist charmant und etwas anderes, als die Division innerhalb eines Konzerns zu verantworten. Grundsätzlich hat eine eigenständige Servicesparte bei einem klassischen Anlagenbauer keinen leichten Stand", sagt er. Bevor Glaser-Gallion im Jahr 2003 Mitglied der Geschäftsführung von Voith Industrial Services wurde, war er in verschiedenen Managementpositionen tätig, unter anderem bei Raab Karcher und als Vorsitzender im Sanierungsbeirat der Wellenmöbel GmbH. Bei Leadec hat er in den vergangenen Jahren vor allem die Abhängigkeit von der Automobilindustrie verringert. "Am Anfang betrug der Automobilanteil am Umsatz mehr als 90 Prozent. Jetzt sind es 55 bis 60 Prozent." Ziel sei es, den Autoanteil am Umsatz in zwei bis drei Jahren auf 50 Prozent zu senken. Der Umsatz der Leadec-Gruppe ist 2024 um sechs Prozent auf mehr als 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Für 2025 rechnet Glaser-Gallion mit Erlösen zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro. Angaben zum Gewinn macht das Unternehmen keine. Aber der Manager fügt hinzu: Das Ergebnis solle deutlich über dem des Vorjahres liegen. Den globalen Gesamtmarkt für technische Dienstleistungen im Automobil- und Nutzfahrzeugbereich schätzt er auf mehr als 20 Milliarden Euro. Diese Industrie sei einer der Vorreiter für Auslagerungen gewesen. "Ich gehe davon aus, dass das Thema im Bereich Gebäude und Wartung langfristig noch zunehmen wird", sagt er. “Die Hersteller werden sich schon wegen der Kosten immer mehr auf die Produktion fokussieren.” Der größte Markt für die Schwaben ist Deutschland, gefolgt von den Vereinigten Staaten und England. Mit Dienstleistungen rund um die Elektromobilität werden inzwischen mehr als 100 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das zunehmende Umweltbewusstsein und die Pläne zur Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen bieten nach Ansicht des Leadec-Chefs weitere Chancen für Wachstum. Im Bereich grüne Services beträgt der Umsatz inzwischen deutlich mehr als 100 Millionen Euro. Hier werden beispielsweise Photovoltaikanlagen installiert, oder die Ladeinfrastruktur in den Fabriken wird aufgebaut und betrieben. Mit den Green Factory Solutions bietet Leadec seinen Kunden ein grünes Dienstleistungsportfolio entlang des gesamten Lebenszyklus einer Fabrik. Glaser-Gallion hat auch die Internationalisierung vorangetrieben. Inzwischen sind die Schwaben in 16 Ländern aktiv. Dabei folgt das Unternehmen seinen Kunden ins Ausland. Das ist so wie bei den Automobilzulieferern. Leadec zog es zum Beispiel mit Scania nach Frankreich. Ein Schwerpunkt ist dort unter anderem die Logistik. Es werden dort leere Verpackungen aus dem Scania-Werk gesammelt, sortiert und zum Verpackungsumschlagzentrum transportiert. Dort werden Hunderte Tonnen an Verpackungen - von Holz über Kunststoffe bis hin zu Schaumstoffen - zerlegt, sortiert und für die Wiederverwendung vorbereitet. Danach gelangen die Materialien zurück zu den Scania-Zulieferern. Dieser geschlossene Logistikprozess reduziere Abfälle und spare Ressourcen, so der Manager, der offenbar erwartet, dass sich der Haupteigentümer bald von dem Unternehmen trennt. "Mit Triton sind wir im Herbst unserer Beziehung", sagt der Zweiundsechzigjährige, macht eine kurze Pause und wechselt das Thema. Im Markt heißt es, UBS sondiere. Leadec ist aber nicht nur für Auto- und Nutzfahrzeughersteller tätig, sondern auch in der Lebensmittelindustrie und im Flugzeugbau. Unter anderem. "Die Serien bei den Flugzeugherstellern sind kleiner", sagt Glaser-Gallion. Und bei Onlinehändlern wird klassisch die Fördertechnik instand gehalten und gleichfalls die Programmierung von Förderanlagen übernommen. In Verteilzentren ist für den Industriedienstleister in der Regel weniger Arbeit zu leisten als in einem klassischen Werk, in dem etwas produziert wird. Glaser-Gallion sieht Chancen, dass die Schwaben auch am Geschäft rund um Künstliche Intelligenz mitverdienen können. Entsprechende Dienstleistungen für Rechenzentren könnten künftig hinzukommen, sagt der Manager, der einen Käfer aus dem Jahr 1973 besitzt. Mit ihm fährt er zwar gern - aber nicht in sein Büro in einem Stuttgarter Industriegebiet. Da bevorzugt er lieber sein Trekkingrad. Artikel von Oliver Schmale, erschienen in der F.A.Z. am 04.11.2025, Nr. 256, Wirtschaft, S. 19. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
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