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Trotz der herausfordernden Marktlage hat die Leadec-Gruppe im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz währungsbereinigt um mehr als fünf Prozent auf über 1,35 Mrd. Euro gesteigert. Ein konsequentes Kostenmanagement, der kontinuierliche Ausbau der Digitalisierung sowie umfassende Produktivitätsprogramme waren wesentliche Faktoren für die positive Ergebnisentwicklung. „2025 konnten wir unseren Umsatzanteil in neuen Kundensegmenten wie industrielle Technologien und Warenverteilzentren ausbauen. Gleichzeitig bleibt die Automobilindustrie ein wichtiger Kernmarkt, in dem wir unsere langjährige Erfahrung und technische Kompetenz einbringen. Perspektivisch erwarten wir hier einen steigenden Outsourcing-Bedarf – sowohl durch neue Marktteilnehmer aus China als auch durch europäische Hersteller, die ihre Wertschöpfungsstrukturen weiter flexibilisieren“, sagt Markus Glaser-Gallion, CEO der Leadec-Gruppe. Europa und Amerika sorgen für stabile Umsätze Im europäischen Kernmarkt lagen die Umsätze von Leadec leicht über dem Vorjahresniveau. Das starke Geschäft in Osteuropa und die 2025 neu erworbenen Gesellschaften in Spanien trugen entscheidend dazu bei. Hervorragend war die Geschäftsentwicklung in Amerika, insbesondere in den USA und Brasilien wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. In Asien zeigte sich ein differenziertes Bild: Während sich das Geschäft in Indien 2025 vielversprechend entwickelte, bleibt der Markt in China schwierig. „Unsere multiregionale Aufstellung ist ein wesentlicher Grund für die Stabilität und Resilienz unseres Unternehmens. Die Geschäftstätigkeit in 16 Ländern und unterschiedlichen Branchen ermöglicht es uns, Schwankungen in einzelnen Märkten gezielt auszugleichen“, erklärt Markus Glaser-Gallion. Im Fokus: Nachhaltigkeit und Arbeitssicherheit Mit den „Green Factory Solutions“ unterstützt Leadec seine Kunden bei der Erreichung ihrer Umwelt- und Klimaziele. Diese umfassen unter anderem die Optimierung des Energiemanagements in Fabriken, Installation von Batteriespeichern, Photovoltaikanlagen, EV-Ladestationen, intelligente Beleuchtungssysteme sowie Abfallmanagement. Diese Lösungen für Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft haben weiter an Bedeutung gewonnen, das Unternehmen erzielte damit einen Umsatz von rund 140 Mio. Euro. Das Gold-Rating von Ecovadis bestätigt, dass Leadec im Bereich Nachhaltigkeit zu den besten zwei Prozent der Unternehmen seiner Branche und zu den fünf Prozent der besten Unternehmen weltweit gehört. In unserer konzernweiten Initiative „Safety – It’s your life!“ arbeiten rund 200 Fachkräfte für Arbeitssicherheit und mehr als 400 lokale Sicherheitskoordinatoren täglich daran, unsere Arbeitsplätze sicherer zu machen. Dazu gehören jährlich über 44.000 Sicherheitsbegehungen und über 6.400 Bewertungen von Gefahrenstellen. Diese Anstrengungen zahlen sich aus: die LTI-Rate sank auf einen historischen Tiefstand von 0,7 (Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit pro eine Million Arbeitsstunden). Digitale Lösungen für effiziente Prozesse Die Digitalisierung ist für Leadec ein wichtiger Treiber der Weiterentwicklung, da sie die Skalierung von Erfahrungen aus über 900 Fabriken ermöglicht. Herzstück der digitalen Infrastruktur ist die Plattform Leadec.os: Sie erfasst Prozesse end-to-end und integriert digitale Services. Sie ist in allen 16 Ländern im Einsatz und wird täglich von mehr als 2.400 Mitarbeitenden genutzt. Die daraus gewonnenen operativen Informationen schaffen die Basis für datenbasierte Optimierungen und neue digitale Lösungen. „Wir entwickeln IIoT- und KI-basierte Anwendungen, die unseren Kunden helfen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, Ausfallzeiten zu reduzieren und Wartungsprozesse zu optimieren. Auch 2026 konzentrieren wir uns auf das, was uns ausmacht: Kundennähe, Innovationskraft und operative Exzellenz“, so Markus Glaser-Gallion.
Seite anzeigenLeadec ist seit 2023 in Debrecen aktiv und hat den Aufbau des Werks bis zum Produktionsstart im September 2025 begleitet. Seitdem erbringt das Unternehmen Dienstleistungen für den stabilen Produktionsbetrieb. Auf dem Werksgelände wird der BMW iX3 als erstes Fahrzeug der Neuen Klasse in Serie produziert. Das Werk Debrecen ist zudem der erste Produktionsstandort der BMW Group, der vollständig ohne fossile Energieträger auskommt. Technische Services für High-Tech-Produktion „Die Anforderungen an technische Dienstleistungen sind in dieser innovativen Produktionsumgebung besonders hoch. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit unserer technischen Kompetenz überzeugen konnten und die vertrauensvolle Zusammenarbeit fortführen“, sagt Ferenc Dákai, Geschäftsführer von Leadec Ungarn. Der Leistungsumfang wurde seit 2023 schrittweise ausgebaut – vom infrastrukturellen Facility Management über innerbetriebliche Logistik bis hin zur technischen Reinigung von mehr als 150.000 Quadratmetern Produktionsfläche mit mehreren hundert Robotern sowie zur Übernahme des technischen Facility Managements (TFM). Erweiterter Auftrag für TFM und Instandhaltung Anfang 2026 wurden diese Leistungen nochmals erweitert: Zum 120-köpfigen Leadec-Team vor Ort sind weitere 40 technische Mitarbeitende hinzugekommen. Sie sind in den Bereichen Logistik, Montage, Presswerk, Labor und Karosseriebau im Einsatz und verantworten unter anderem technische Anlagen wie Türen, Tore, Beleuchtung oder die Stromversorgung. Neu übernommen wurden außerdem die Instandhaltung von fertigungsnahen Anlagen, darunter Gasleitungen, ATEX-Abluftsysteme, Fördertechnik, fahrerlose Transportsysteme (AGVs) und Schweißtechnik sowie die Ersatzteillogistik für das Gebäude der Endmontage. Starkes Team für den 24/7-Betrieb im Werk in Debrecen Die Leistungen werden im 24/7-Schichtbetrieb erbracht, sodass das Leadec-Team die Anlagen jederzeit überwachen und im Störfall sofort eingreifen kann. Hierbei kommen Synergien zwischen den beiden Bereichen technisches Facility Management und Produktionsinstandhaltung zum Tragen. Leadec Kft. ist seit 1994 in Ungarn aktiv. Heute beschäftigt der ungarische Marktführer für Industriedienstleistungen mehr als 1.000 Mitarbeitende und ist in 12 Städten vertreten: Győr, Kecskemét, Szentgotthárd, Cegléd, Szeged, Makó, Szombathely, Debrecen, Budapest, Hatvan, Miskolc sowie Maklár.
Seite anzeigenLeadec global Unsere Leistungen Value-Added-Services Contents Mehrwert in jeder Phase Effiziente Lieferketten erfordern mehr als reibungslosen Transport und effiziente Lagerhaltung. Entscheidend sind die vielen zusätzlichen Prozessschritte entlang der Wertschöpfungskette: genau dort entstehen Zeitgewinne, Qualitätsvorteile und stabile Produktionsabläufe. Mit unseren Value-Added-Services sorgen wir dafür, dass Bauteile im richtigen Moment in der richtigen Qualität verfügbar sind – perfekt vorbereitet für den nächsten Produktionsschritt. Präzise Vormontage für reibungslose Abläufe Leadec übernimmt vorgelagerte Montagearbeiten von Automobilkomponenten, exakt abgestimmt auf Taktzeiten, Qualitätsanforderungen und Logistikprozesse. Unsere Services entlasten die Produktionslinie, reduzieren Fehlerquellen und sorgen für einen stabil getakteten Materialfluss. Mit modernster Technik, standardisierten Prozessen und präzisen Prüfabläufen montieren wir Reifen und Räder in gleichbleibend hoher Qualität. Von der Einlagerung über die Montage bis zur liniennahen Anlieferung übernehmen wir alle Schritte inklusive digitaler Dokumentation und Qualitätskontrolle. Individuell, digital & effizient Jede Produktion hat ihre ganz eigenen Anforderungen. Deshalb entwickeln wir Lösungen, die exakt zu den Prozessen unserer Kunden passen. Wir verbinden tiefes Prozessverständnis gezielt mit digitalen Technologien, um Services effizienter, sicherer und skalierbarer zu machen. So entstehen Value-Added-Services, die sich nahtlos in die Produktions- und Logistiklandschaft einfügen und echten Mehrwert schaffen. Unser Service-Angebot Rad- und Reifenmontage: Lagerung, Bereitstellung und Montage von Komponenten Digitale Dokumentation und Qualitätskontrolle Just-in-Time and Just-in-Sequence-Lieferung der vollständig montierten Räder an die Produktionslinie Vorfertigung von Automobilkomponenten: Durchführung verschiedener Vormontagearbeiten, z.B. Achsen, Hilfsrahmen oder Batteriekomponenten Planung und Konstruktion von Montagevorrichtungen und -systemen Just-in-Sequence-Lieferung an die Kundenwerke Rückverfolgbarkeit durch den Einsatz proprietärer Softwarelösungen Maßgeschneiderte Lösungen für die Fertigung: Alle Leistungen 1 Million Räder für MAN wurden von Leadec Polen montiert Am 15. Juli 2025 war es soweit: 1 Million Räder hat Leadec für das MAN-LKW-Werk in Niepołomice, Polen, montiert. Seit August 2022 übernimmt Leadec die Rad- und Reifenmontage für Europas größtes Lkw-Montagewerk. Zur Pressemitteilung Sie haben Interesse an unseren Dienstleistungen? Senden Sie uns eine Nachricht. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. *Pflichtfeld
Seite anzeigen2025 wurde Fernanda Martinez, HSE-Spezialistin bei Leadec Toyota in Tijuana, Mexiko, mit dem HSE Champion Award ausgezeichnet – für ihr starkes Engagement in Sachen Arbeitssicherheit. Im Interview erzählt sie, was sie antreibt, welche Maßnahmen wirklich etwas verändern und warum eine gute Sicherheitskultur immer Teamarbeit ist. Herzlichen Glückwunsch zum Award, Fernanda! Was bedeutet Sicherheit für Sie persönlich – und warum setzen Sie sich so leidenschaftlich dafür ein? Für mich geht es bei Sicherheit vor allem darum, Menschen zu schützen – und dafür zu sorgen, dass alle genauso gesund nach Hause gehen, wie sie morgens gekommen sind. Es geht nicht nur um Vorschriften, sondern um Verantwortung, Achtsamkeit, gute Kommunikation und darum, Risiken frühzeitig zu erkennen. Was mich wirklich motiviert: Ich weiß, dass ich mit meiner Arbeit jeden Tag dazu beitragen kann, Unfälle zu vermeiden. Die Sicherheit meines Teams liegt mir einfach am Herzen. Gab es einen Moment, der Ihr Engagement für Sicherheit besonders geprägt hat? Ja, den gab es. In dem Moment, in dem dir klar wird, dass Sicherheit kein Spiel ist, schaust du ganz anders auf die Dinge. Auch kleine Fehler können große Folgen haben. Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich: Klare Kommunikation kann entscheidend sein. Zur richtigen Zeit das Richtige zu sagen, kann Menschen vor Schaden bewahren. Welche Maßnahmen haben Sie eingeführt, die besonders gut funktioniert haben? Ich habe einige praktische Dinge eingeführt, die uns im Alltag helfen. Zum Beispiel führen wir regelmäßig Sicherheitstrainings durch, die auf unsere echten Arbeitssituationen zugeschnitten sind – praxisnah und lebendig. So erkennt das Team Gefahren schneller und weiß besser, wie man reagiert. Mir ist auch wichtig, Vertrauen im Team aufzubauen. Wer sich traut, Fragen zu stellen oder Bedenken zu äußern, bringt sich aktiver ein. Außerdem motiviere ich alle, aufmerksam zu sein, Risiken einzuschätzen und sie auch zu melden. Wenn alle mitdenken und mitmachen, wird der Arbeitsplatz automatisch sicherer. Wie schaffen Sie es, das Thema Sicherheit ins Team zu bringen und alle mit ins Boot zu holen? Ganz klar: Im Team geht alles besser. Ich erinnere meine Kolleginnen und Kollegen immer wieder daran, dass Unfälle überall und jederzeit passieren können – vor allem, wenn man gerade nicht so aufmerksam ist. Was dabei hilft: über das zu sprechen, was wirklich zählt. Am Ende wollen wir alle sicher nach Hause kommen – zu unseren Familien, unseren Freunden, mit unserer Gesundheit. Wenn man versteht, dass es dabei um das eigene Leben und das der Kolleginnen und Kollegen geht, wird Sicherheit zu einem persönlichen Thema. Und dann wird’s auch wichtig. Was macht die Sicherheitskultur bei uns im Unternehmen aus – und wo gibt es noch Luft nach oben? Unsere Sicherheitskultur lebt vom Teamgeist, von Offenheit und davon, dass wir auf Prävention setzen. Viele haben ein gutes Gespür dafür, wenn etwas nicht stimmt, und handeln schnell – das macht wirklich einen Unterschied. Aber es gibt immer Dinge, die man noch besser machen kann. Jeden Tag sollten wir uns fragen: Wo liegen gerade die Herausforderungen? Welche Aufgaben bringen mehr Risiko mit sich? Wer aufmerksam bleibt und bereit ist, weiter zu lernen, hält die Kultur stark. Was würden Sie anderen Teams oder Standorten raten, die Sicherheit stärker in den Alltag integrieren möchten? Dranbleiben! Eine gute Sicherheitskultur entsteht nicht von heute auf morgen. Sie braucht Zeit, Aufmerksamkeit – und vor allem: Konsequenz. Sprecht im Alltag über Sicherheit, plant mit ihr, feiert Erfolge und unterstützt euch gegenseitig. Und: Geht mit gutem Beispiel voran. Wenn Sicherheit ein fester Teil unserer Arbeitsweise wird, hat das eine echte Wirkung. So schützen wir Menschen – und stärken gleichzeitig das Vertrauen im Team. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: Sie haben Interesse an unseren Dienstleistungen? Senden Sie uns eine Nachricht. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. *Pflichtfeld
Seite anzeigenDer Mann, der die Fabriken der Autoindustrie am Laufen hält Markus Glaser-Gallion fährt privat lieber Fahrrad als Auto. Dabei steuert er einen der wichtigen Industriedienstleister der Automobilbranche. Markus Glaser-Gallion fährt jeden Tag mit dem Fahrrad ins Büro. Der 62 Jahre alte Vorsitzende der Geschäftsführung des in Stuttgart ansässigen Industriedienstleisters Leadec ist selten mit dem Auto unterwegs. Dabei läuft ohne die Unterstützung des schwäbischen Konzerns in der globalen Automobilindustrie wenig - denn das Unternehmen hilft den Herstellern unter anderem bei der Wartung und Reinigung von Maschinen und Produktionsanlagen, bei der innerbetrieblichen Logistik und Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden. "Alle klassischen europäischen Premiumhersteller sind unsere Kunden", sagt Glaser-Gallion und zählt ein paar Namen auf. Er nennt Mercedes-Benz und BMW als Beispiele und im Nutzfahrzeugbereich Daimler Truck, Scania oder Traton. In seiner Familie muss sich der Diplom-Kaufmann, der im westfälischen Münster studiert hat, rechtzeitig zu Wort melden, wenn er das Auto braucht. Die aktuelle Diskussion um das geplante Aus für den Verbrenner in der Europäischen Union von 2035 an trifft das Unternehmen erst einmal nicht. Man sei nicht von der Technologie der Autos abhängig. "Für uns ist nur wichtig, dass Auto gefahren wird." Täglich werden von den Schwaben mit ihren rund 23.000 Beschäftigten 900 Fabriken betreut. Davon sind knapp die Hälfte Werke von Automobil- und Nutzfahrzeugherstellern sowie Zulieferern. “Unser Fokus liegt immer auf den Fertigungsprozessen, nicht auf dem Produkt.” Die Aufgaben von Leadec für die Kunden sind sehr unterschiedlich. So ist das Unternehmen für eine Mercedes-Tochtergesellschaft in Arnstadt, die dort Kurbelgehäuse für besonders leistungsstarke Motoren veredelt, als technischer Dienstleister tätig. Die hochkomplexen Produktionsanlagen umfassen unterschiedlichste Anlagentechnik wie Bearbeitungszentren, Robotertechnik oder Lichtbogendrahtspritzanlagen. Als herstellerunabhängiger Dienstleister übernehmen die Stuttgarter dort mit 50 Beschäftigten unter anderem die Produktionsinstandhaltung, Automatisierung und technische Reinigung sämtlicher Anlagen oder auch Leistungen in der innerbetrieblichen Logistik, wie Glaser-Gallion erläutert. Markus Glaser-Gallion ist seit 2017 CEO der Leadec-Gruppe, davor war er Vorsitzender der Geschäftsführung von Voith Industrial Services. Das Unternehmen ist die einstige Industriedienstleistungssparte von Voith, die inzwischen zu rund 90 Prozent dem Finanzinvestor Triton gehört und zu rund zehn Prozent dem Management. Glaser-Gallion ist von Anfang an mit dabei. Er prägt das Unternehmen seit Jahren und war schon bei Voith mit an Bord. "Einen eigenständigen Service-Champion aufzubauen ist charmant und etwas anderes, als die Division innerhalb eines Konzerns zu verantworten. Grundsätzlich hat eine eigenständige Servicesparte bei einem klassischen Anlagenbauer keinen leichten Stand", sagt er. Bevor Glaser-Gallion im Jahr 2003 Mitglied der Geschäftsführung von Voith Industrial Services wurde, war er in verschiedenen Managementpositionen tätig, unter anderem bei Raab Karcher und als Vorsitzender im Sanierungsbeirat der Wellenmöbel GmbH. Bei Leadec hat er in den vergangenen Jahren vor allem die Abhängigkeit von der Automobilindustrie verringert. "Am Anfang betrug der Automobilanteil am Umsatz mehr als 90 Prozent. Jetzt sind es 55 bis 60 Prozent." Ziel sei es, den Autoanteil am Umsatz in zwei bis drei Jahren auf 50 Prozent zu senken. Der Umsatz der Leadec-Gruppe ist 2024 um sechs Prozent auf mehr als 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Für 2025 rechnet Glaser-Gallion mit Erlösen zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro. Angaben zum Gewinn macht das Unternehmen keine. Aber der Manager fügt hinzu: Das Ergebnis solle deutlich über dem des Vorjahres liegen. Den globalen Gesamtmarkt für technische Dienstleistungen im Automobil- und Nutzfahrzeugbereich schätzt er auf mehr als 20 Milliarden Euro. Diese Industrie sei einer der Vorreiter für Auslagerungen gewesen. "Ich gehe davon aus, dass das Thema im Bereich Gebäude und Wartung langfristig noch zunehmen wird", sagt er. “Die Hersteller werden sich schon wegen der Kosten immer mehr auf die Produktion fokussieren.” Der größte Markt für die Schwaben ist Deutschland, gefolgt von den Vereinigten Staaten und England. Mit Dienstleistungen rund um die Elektromobilität werden inzwischen mehr als 100 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das zunehmende Umweltbewusstsein und die Pläne zur Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen bieten nach Ansicht des Leadec-Chefs weitere Chancen für Wachstum. Im Bereich grüne Services beträgt der Umsatz inzwischen deutlich mehr als 100 Millionen Euro. Hier werden beispielsweise Photovoltaikanlagen installiert, oder die Ladeinfrastruktur in den Fabriken wird aufgebaut und betrieben. Mit den Green Factory Solutions bietet Leadec seinen Kunden ein grünes Dienstleistungsportfolio entlang des gesamten Lebenszyklus einer Fabrik. Glaser-Gallion hat auch die Internationalisierung vorangetrieben. Inzwischen sind die Schwaben in 16 Ländern aktiv. Dabei folgt das Unternehmen seinen Kunden ins Ausland. Das ist so wie bei den Automobilzulieferern. Leadec zog es zum Beispiel mit Scania nach Frankreich. Ein Schwerpunkt ist dort unter anderem die Logistik. Es werden dort leere Verpackungen aus dem Scania-Werk gesammelt, sortiert und zum Verpackungsumschlagzentrum transportiert. Dort werden Hunderte Tonnen an Verpackungen - von Holz über Kunststoffe bis hin zu Schaumstoffen - zerlegt, sortiert und für die Wiederverwendung vorbereitet. Danach gelangen die Materialien zurück zu den Scania-Zulieferern. Dieser geschlossene Logistikprozess reduziere Abfälle und spare Ressourcen, so der Manager, der offenbar erwartet, dass sich der Haupteigentümer bald von dem Unternehmen trennt. "Mit Triton sind wir im Herbst unserer Beziehung", sagt der Zweiundsechzigjährige, macht eine kurze Pause und wechselt das Thema. Im Markt heißt es, UBS sondiere. Leadec ist aber nicht nur für Auto- und Nutzfahrzeughersteller tätig, sondern auch in der Lebensmittelindustrie und im Flugzeugbau. Unter anderem. "Die Serien bei den Flugzeugherstellern sind kleiner", sagt Glaser-Gallion. Und bei Onlinehändlern wird klassisch die Fördertechnik instand gehalten und gleichfalls die Programmierung von Förderanlagen übernommen. In Verteilzentren ist für den Industriedienstleister in der Regel weniger Arbeit zu leisten als in einem klassischen Werk, in dem etwas produziert wird. Glaser-Gallion sieht Chancen, dass die Schwaben auch am Geschäft rund um Künstliche Intelligenz mitverdienen können. Entsprechende Dienstleistungen für Rechenzentren könnten künftig hinzukommen, sagt der Manager, der einen Käfer aus dem Jahr 1973 besitzt. Mit ihm fährt er zwar gern - aber nicht in sein Büro in einem Stuttgarter Industriegebiet. Da bevorzugt er lieber sein Trekkingrad. Artikel von Oliver Schmale, erschienen in der F.A.Z. am 04.11.2025, Nr. 256, Wirtschaft, S. 19. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
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Seite anzeigenÜber 430 Leadec-Mitarbeitende aus neun Ländern engagierten sich während der World Cleanup Week 2025. Zum dritten Mal in Folge säuberten sie Wälder, Parks, Schulhöfe, Tempelanlagen und öffentliche Plätze und sammelten dabei alles von Papier, Plastik und Flaschen bis hin zu größeren Gegenständen wie Reifen und Kleidung. Aber es wurde nicht nur Müll gesammelt: Unsere Teams haben außerdem Bäume gepflanzt, Vorträge an einer Schule gehalten und lokale Nachhaltigkeitsprojekte unterstützt – und so einen positiven Beitrag in ihren Gemeinden geleistet. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
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Seite anzeigenDas Leadec-Team in Ungarn freut sich auf die dritte Lernwoche. Wissen, das Leadec-Kunden voranbringt Neue Perspektiven, frische Ideen, konkrete Lösungen: In der Leadec Lernwoche 2025 haben über 1.300 Mitarbeitende weltweit ihr Wissen erweitert. Immer mit dem Ziel, den Arbeitsalltag zu verbessern und Kundenprojekte erfolgreicher zu machen. Montagmorgen, neun Uhr: In Europa startet ein Workshop zum Thema Automatisierung, während in Asien Kolleginnen und Kollegen bereits einer Session rund um Digital Skills lauschen. Und nur wenige Stunden später schalten sich Teams aus den USA in einen Strategy Talk mit dem Topmanagement dazu. Fünf Tage lang war die Lernwelt von Leadec global vernetzt über Länder, Zeitzonen und Sprachen hinweg. Globale Weiterbildung mit Mehrwert für Kunden Über 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die 61 Trainings, Workshops und Austauschformate, die praxisnahes Wissen in den Bereichen Digital Skills, People Skills sowie Strategie & Kundenorientierung vermittelten. Das Ziel: Kompetenzen zu stärken, die in Kundenprojekten unmittelbar Wirkung zeigen, von effizienteren Prozessen bis hin zu innovativen Services. Praxisnah und zukunftsorientiert Von KI-gestützten Serviceangeboten über Automatisierungslösungen mit Power Automate bis hin zu Einblicken in die Unternehmensstrategie: Das Programm bot Wissen aus erster Hand. Interne Expertinnen und Experten teilten Erfahrungen direkt aus der Praxis und gaben Impulse, die unmittelbar im Arbeitsalltag angewendet werden können. Nachhaltige Kompetenzentwicklung Die Lernwoche ist Teil einer kontinuierlichen Lernkultur. Über den Leadec Campus stehen Mitarbeitenden das ganze Jahr über aktuelle Weiterbildungsangebote zur Verfügung. So bleiben die Leadec-Teams fachlich und methodisch stets auf dem neuesten Stand und sichern Kunden einen klaren Wettbewerbsvorteil. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:
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